Sabotage

Ein Kurzfilm von Julian M. Grünthal

Weltpremiere am 7. Oktober 2021

an der Opening Night des

SHOW ME SHORTS FILM FESTIVALS

in Neuseeland.

 

INHALT & ENSEMBLE

Bei einer gescheiterten Sabotage-Aktion einer jungen politischen Aktivistengruppe wird ein Wachmann schwer verletzt. Sie nehmen den Schwerverletzten mit zur Alphütte, in der sie ihr temporäres Versteck haben. Als sich herausstellt, dass der Wachmann zwei Mitglieder der Gruppe erkannt hat, steht die Gruppe vor der Wahl, entweder den Tod des Wachmanns hinzunehmen oder sich zu stellen. Was ist mehr wert - das Leben des Einzelnen oder der Kampf für die gerechte Sache? Und wo dienen radikale Ansichten nur als Anstrich der egoistischen Sinngebung für’s eigene Leben? Es kristallisiert sich heraus, dass die Gruppe keineswegs die gleichen Wertvorstellungen hat. Die Lage spitzt sich zu bis zum Äussersten.

 

 
 

TT

 
Bildschirmfoto 2020-10-30 um 16.44.02.pn

Danke an unsere Unterstützerinnen und Unterstützer:

 

Kulturförderung der Stadt Chur

Kulturförderung des Kantons Graubünden

Lienhard Stiftung

Stiftung Malamoud

Studio Klangstark

Philmvisuals

Arosa Tourismus

Bündner Kantonalbank

Annatina Badrutt

Wolfgang Grünthal

Hagar Admoni

Sivan Schipper

Kevin Crandall

Matthias Merz

Rahel Meier

Regie:

Julian M. Grünthal

www.juliangruenthal.com

Julian_Gruenthal@hotmail.com

076 430 99 72

Produktion:

Presence Production GmbH

Stapferstrasse 27

8006 Zürich

 

 

Relevanz des Films

Teaser

Danke

Kontakt

Dass die Frage, wieviel Radikalität es braucht, um die Welt zu verändern, brennend ist, liegt auf der Hand. Viele Menschen lebten Anfang 2020 bereits im Gefühl, dass die Uhr der Welt tickt, dass es grundlegende Veränderungen braucht, sie aber zu langsam angegangen werden. 

 

Die Viruskrise hält das Brennglas über dieses Grundgefühl. Denn plötzlich sind radikalste Veränderungen des globalen Alltags, die die Grenzen der Demokratie ausloten, von heute auf morgen möglich. Und es sind dafür auch gigantische Mengen an Geld vorhanden. Diese Erfahrung wird unsere Welt nachhaltig verändern. Dass es theoretisch möglich wäre, auch in der Klima- und Hungerkrise von heute auf morgen die Richtung zu korrigieren. Allerdings unter dem Diktat der politischen Führungen, was wiederum gefährlich für die Demokratie sein kann.

 

Es wird nach der aktuellen Erschütterung verschiedene Optionen geben, wie die Weichen gestellt werden. Die extremen wären folgende:

Die verschuldete Welt stürzt sich in eine Aufholjagd, bei der die dringend nötigen globalen Anpassungen vollkommen hintangestellt werde, da nun Wirtschaft und persönliche uneingeschränkte Freiheit wieder zum absoluten Primat werden. Es wird mehr geflogen werden als je zuvor. Die restlichen Ressourcen werden ausgebeutet, denn wer weiss, wann das nächste Virus kommt. Die Überlebenden schöpfen aus dem Vollen, denn wer will schon wissen, was morgen sein wird.

 

Oder die Erfahrung, dass man auch anders leben kann, mit weniger Negativ-Impact auf die Welt, bleibt haften. Die Chance für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Ressourcen und für mehr Verantwortung innerhalb der Gesellschaften wird in die Zukunft hinübergerettet, die staatlichen Regierungen korrigieren "Fehlentwicklungen" durch strenge Richtlinien.

Oder jedeR einzelne setzt sich mit aller Macht, auch jenseits des Rechtsstaats, dafür ein, dass es kein "Zurück zum Davor" gibt. 

 

Alle drei Wege beinhalten Gefahren. Bei ersterem ist dies klar, denn die Welt verträgt nicht viel mehr der unbegrenzten Ausbeutung. Bei zwei besteht hingegen die Gefahr, dass sich eine Sehnsucht nach starken Regierungen festsetzt, die quasi per Dauernotstand das Verhalten von Wirtschaft und Menschen diktieren. Und solch ein Konstrukt funktioniert nur so lange, wie die Regierung sich an demokratische Grundwerte hält. Es besteht die Gefahr des Machtmissbrauchs mit totalitären Zügen. Weg drei birgt ebenfalls die Gefahr der gesellschaftlichen Zersplitterung und  der normalisierung kompromisslosen, antidemokratischen und mitunter auch narzisstischen Handlens.

 

SABOTAGE spielt genau in diesem Spannungsfeld. Eine Gruppe junger Aktivisten hat sich radikalisiert und verfolgt den Weg des undemokratischen Widerstandes. Dabei sind sie plötzlich gezwungen, ihre Mission zu hinterfragen und zu realisieren, dass sich Menschenleben nicht so einfach aufwiegen lassen mit dem Glauben an eine grössere Sache. Beziehungsweise, dass man dabei rasch die eigene Legitimation verliert.